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Grundlegende Verhaltensregeln zum Schutz der Pommerschen Flusslandschaft mit ihrer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt

1. Sensible Bereiche
Meiden Sie das Einfahren in Röhrichtbestände, Schilfgürtel, Ufergehölze und in alle sonstigen dicht und unübersichtlich bewachsenen Uferpartien. Meiden Sie darüber hinaus Flachwasserzonen, bewachsene Ufer sowie Kies-, Sand- und Schlammbänke (Rastund Aufenthaltsplatz von Vögeln). Meiden Sie seichte Gewässer (Laichgebiete), insbesondere solche mit Wasserpflanzen.

2. Abstand halten
Halten Sie einen ausreichenden Mindestabstand zu Tieren und deren möglichen Brutplätzen bzw. Bauten insbesondere in der Hauptbrutzeit von April bis Juni. Halten Sie außerdem einen ausreichenden Mindestabstand zu Uferbereichen, u. a. Uferanbrüchen, Hochstaudenfluren und ins Wasser ragenden Bäumen.

3. Naturschutzgebiete
Der Wassersport in Naturschutzgebieten unterliegt festgelegten Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. Informieren Sie sich daher vor Fahrtbeginn über die aktuellen Befahrungsregeln. Unterlassen Sie wildes Campen und die Errichtung von Feuerstellen außerhalb offizieller und dafür ausgewiesener Rastund Übernachtungsplätze.

4. Feuchtgebiete
Nehmen Sie in »Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung« bei der Ausübung von Wassersport
besondere Rücksicht. Diese Gebiete dienen als Lebensstätte seltener Tier- und Pflanzenarten und sind daher besonders schutzwürdig.

5. Starten, Anlanden und Umtragen
Vermeiden Sie zur Schonung von natürlichen Uferböschungen »Landstarts« und unnötiges Aussteigen
sowie das Staken mit dem Paddel. Nehmen Sie den Ein- und Ausstieg nur auf dem Wasser vor. Nutzen
Sie beim Anlanden und Umtragen nur die dafür vorgesehenen und ausgewiesenen Anlege- bzw. Umtragestellen.

6. Befahrung
Um eine Störung und Schädigung der wassergebundenen Flora und Fauna zu vermeiden, fahren Sie in Fließrichtung vorrangig im Bereich des tiefsten Fahrwassers. Fahrten während der Dämmerung und
nachts (ca. 1 h vor Sonnenuntergang bis 1 h nach Sonnenuntergang) sind bei Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Beleuchtung gestattet. Das Befahren bei extremen Wasserständen sollte vermieden werden.

7. Lebensräume
Nähern Sie sich auch von Land her nicht Schilfgürteln und der sonstigen dichten Ufervegetation, um nicht in den Lebensraum von Vögeln, Fischen, Kleintieren und Pflanzen einzudringen und diese zu gefährden.

8. Beobachtung
Beobachten und fotografieren Sie Tiere möglichst nur aus der Ferne.

9. Sauberes Wasser
Helfen Sie, die Gewässer und Uferbereiche sauber zu halten. Abfälle gehören nicht ins Wasser, insbesondere nicht der Inhalt der Chemietoilette. Diese Abfälle müssen, genauso wie Altöle, in bestehenden Sammelstellen der Häfen abgegeben werden. Verwenden Sie in Häfen selbst ausschließlich die sanitären Anlagen an Land. Benutzen Sie zur Müllentsorgung Sammelbehälter
an den offiziellen Anlandestellen. Lassen Sie beim Stillliegen den Motor Ihres Bootes nicht unnötig laufen, um die Umwelt nicht zusätzlich durch Lärm und Abgase zu belasten.

10. Information
Machen Sie sich diese Regeln zu eigen und informieren Sie sich vor Ihren Fahrten über die für Ihr Fahrtgebiet bestehenden Bestimmungen und Empfehlungen. Sorgen Sie dafür, dass diese Kenntnisse und Ihr eigenes vorbildliches Verhalten gegenüber der Umwelt auch an Mitreisende und andere Wassersportler weitergegeben werden.